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Preisträger 11

Marco Polo Tower, Hamburg (Behnisch Architekten - Stefan Behnisch, David Cook, Martin Haas, Stuttgart)
Bild: Roland Halbe, Stuttgart

Der Marco Polo Tower bietet hochwertiges Wohnen und setzt gleichzeitig eine Landmarke. Mit seiner Verdichtung weist er in die Zukunft des Städtebaus. Zugleich wird ein ökologisches Gebäudekonzept entwickelt. Es ist den Architekten herausragend gelungen, daraus eine Identität stiftende Architektur zu entwickeln.

Der Wohnturm markiert eine zentrale Stelle der neu entstandenen Hamburger Hafen City. Dabei wird das skulpturale Gefüge der Bedeutung des Standortes gerecht, ohne in modische Spielereien zu verfallen. Das Gebäude wirkt auf angenehme Weise maritim und zeitlos. Die Schichtung der Geschosse lässt den Turm von allen Himmelsrichtungen anders erscheinen. Zugleich werden individuelle Freiräume geschaffen. Damit entsteht ein zentrales Element für die von den Architekten angestrebte Interpretation der Wohnform „Villa mit Garten“. Die erreichte Wohnqualität überzeugt. Schwingende Terrassen mit Betonbrüstungen geben dem Turm seine besondere Dynamik. Sie verschatten die Fassaden soweit, dass auf einen konventionellen außenliegenden - und damit windanfälligen - Sonnenschutz verzichtet werden konnte. Vakuumkollektoren auf dem Dach wandeln solare Gewinne mittels eines Wärmetauschers in Kälte um und sorgen so für umweltverträgliche Kühlung.

Der Wohnturm ist effizient und wirtschaftlich konstruiert. Dazu trägt auch die Verwendung des Stahlbetons als Baumaterial bei. Neben der größtmöglichen Flexibilität in der Statik, der Eignung für weit auskragende Decken und der Wirtschaftlichkeit ging es den Architekten auch um die hohe thermische Speicherfähigkeit des Materials. Beton prägt aber auch die äußere Erscheinung des Gebäudes, so dass die Potentiale des Materials in technischer und gestalterischer Hinsicht ausgelotet und zu Schönheit gebracht wurden.

Begründung der Jury des Architekturpreises Beton 2011

Aus dem Wettbewerbs-Archiv

1977: Fußgängerunterführung "Kühler Krug" in Karlsruhe; M. Walter
1993: Werk der Firma B. Braun, Melsungen; J. Stirling, M. Wilford, mit W. Nägeli
2003: Ausbau der Marienkirche zur Konzerthalle, Neubrandenburg; Pekka Salminen Architects

1995: Verwaltungsgebäude der H. Kirchner GmbH & Co.KG, Bad Hersfeld/Hessen; F.Heide, R. Reitermann

1979: Sportforum II der Christian-Albrechts-Universität, Kiel; von Gerkan - Marg + Partner mit K. Nickels
1991: Postamt 3, Köln; Prof. Joachim Schürmann mit Margot Schürmann

1993: Architektur-Skulptur zum Wohnen und Arbeiten, Breisach; Prof. Thomas Spiegelhalter

2008: Zollverein School of Managment und Design, Essen; SANAA: Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa
1997: Halle für Lager und Verkauf, Eichstätt; Hild & Kaltwasser

1983: Urwaldhaus im Zoo Hannover; Harald Leonhardt, Edgar Schirmer, Siegfried Meyer
2005: Museum der Bildenden Künste, Leipzig; Hufnagel Pütz Rafaelian Architekten

1999: Glacisbrücke, Ingolstadt; Schlaich, Bergermann und Partner GbR

1993: Franziskushaus, Wohn- und Pflegeeinrichtung für Aidskranke, Frankfurt; Prof. Hans Wächter

2001: Aussegnungshalle, München-Riem; Andreas Meck, Stephan Köppel

2008: Stadtbahnstation Rathaus-Süd, Bochum; Pahl + Weber-Pahl Architekten BDA

Publikationen

betonprisma 103: Kreativität
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betonprisma 102: Wandel
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betonprisma 101: Anfangen
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betonprisma 100: Hundert
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